Isabelles blog

Wie ich wurde, was ich bin

Dominanz


(aus dem Lateinischen: dominare = herrschen, beherrschen)

Wie soll ich Deine Dominanz beschreiben?

Du bist ein Mann. Ich glaube, ein größeres Kompliment kann man als Frau einem Mann dieser Tage kaum machen. Du bist ein Mann. Wie gerne hätte ich Dir diesen Satz gesagt, Dir dieses Kompliment gemacht. Aber Du bist der Mann einer anderen und deshalb stand es mir nicht zu, Dir dieses Kompliment zu machen.

Du bist nicht einfach nur ein Mann. Nein. Du bist ein Mann, der Entscheidungen trifft, ein Mann, der weiß, was er will. Und Du setzt deinen Willen durch, mit aller Konsequenz. Dafür brauchst Du weder laute Worte, noch Gewalt. Du überzeugst mit sanfter Liebenswürdigkeit. Wortgewandt und sprachgewaltig hat Du Deine Botschaften gesendet, die oft genug ohne Umweg über das Gehirn direkt in mein Lustzentrum trafen. Nicht immer natürlich. Du schienst stets genau zu wissen, wann es angebracht war, zuerst mein Gehirn anzusprechen.

Ich bin mir sicher, ich bin nicht die einzige, mit der Du so oder so ähnlich verfährst. Nicht, dass alle Frauen die gleichen Auslöser hätten, Du erkennst die Unterschiede, und entsprechend unterschiedlich gehst Du mit den verschiedenen Frauen um, und ich schätze, Du triffst auch bei den anderen Frauen die Triggerpunkte zielsicher. Frauenversteher. Aber ist es nicht gerade das, was die Dominanz des Mannes ausmacht? Was Dich für uns Frauen so anziehend macht? Zumindest für mich.

Deine Anweisungen an mich erfolgten stets im Imperativ, sie ließen keinen Zweifel daran, dass du ausgeführt wissen wolltest, was du mir auftrugst. Natürlich wurde ich hin und wieder von Zweifeln geplagt, oder Irritationen, wie ich es zuweilen nannte. Du verlangtest die dezidierte Beschreibung sowohl der Ausführung, als auch meiner Gefühle, die ich während der Ausführung erlebte. Selbst über meine Irritationen wolltest Du genauestens informiert werden, dies sei Dein Recht als mein Herr. Ich hätte nichts erfinden können, ich wäre nicht einmal auf den Gedanken gekommen, etwas zu erfinden, hättest Du nicht darauf hingewiesen, dass ich etwas hätte erfinden können. Ich wollte Deinen Anweisungen folgen, und nur so konnte ich beschreiben, was ich tat und vor allem was ich währenddessen fühlte. Es war mir unmöglich, Dir irgendetwas zu verheimlichen.